Schachaufgabe des Tages

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Erste Mannschaft verliert beim Auswärts-Heimspiel

Br. Rangnr. SC Gerthe – Werne 1 DWZ Rangnr. Sport Union Annen 1 DWZ 3,5:4,5
1 1 Quast, Marcel 2259 2 Mainka, Gregor 2121 0:1
2 2 Brüggestraß, Volker 1997 3 Al Ali, Mohammad 1858 1:0
3 3 Gottmann, Bernd 1965 4 Dahlbeck, Mirko 1879 -:+
4 4 Kalle, Yannis 1807 5 Herrmann, Uwe 1855 ½:½
5 5 Löffelbein, Klaus 1796 6 Dämmrich, Lars 1934 1:0
6 6 Boost, Jürgen 1805 1001 Lauer, Boris 1820 ½:½
7 8 Al Zoubi, Ahmad 1713 17 Heile, Dennis 1604 0:1
8 9 Steinke, Matthias 1750 18 Kurz, Heinrich 1549 ½:½

Bericht von Marcel Quast

Vorab möchte ich mich noch einmal bei unserem Gegner der SU Annen bedanken, dass wir unser Heimspiel in Witten spielen konnten, da unser Spiellokal coronabedingt nicht nutzbar war. Zu Beginn lagen wir direkt hinten, da klar war, dass Bernd leider kurzfristig absagen musste und nicht mehr kommen würde. Allerdings dauerte es nicht lange, bis es zumindest gefühlsmäßig 1:1 stand, da Volker früh in der Eröffnung durch ein Damenschach mit Doppelangriff eine Figur gewann. Jürgen einigte sich mit seinem Gegner in einer völlig ereignislosen Partie auf die Punkteteilung. Auch Yannis spielte remis, nachdem sein Gegner die halboffene Turmlinie nicht nutzen konnte und in ein Läuferendspiel abwickelte. Bei Ahmad rochierten die Kontrahenten heterogen und der Annener startete einen Bauernvormarsch gegen den König auf dem Damenfügel. Ahmad hatte kaum Gegenspiel und verlor auch noch eine Figur, da sonst die gegnerische Dame gewinnbringend in die Königsstellung eingedrungen wäre. So war die Partie aber auch hin und kurz darauf vorbei. Auch ich musste meine erste Niederlage in der Saison hinnehmen. In der Eröffnung machte ich zwei komische Züge und stand schnell schlechter samt Minusbauer. In der Folge stellte ich einen weiteren Bauern ein und mein Gegner konnte mit einem sehenswerten Königsangriff gewinnen. Beim Zwischenstand von 1:4 war nun klar, dass wir alle drei verbliebenen Partien für uns entscheiden mussten, um noch etwas Zählbares mit nach Hause zu nehmen. Aus diesem Grund lehnte Matthias zunächst ein Remisangebot ab, doch kurze Zeit später fiel ihm nichts mehr ein und die Punkteteilung wurde vereinbart. Allerdings hatte es lange gut ausgesehen. So hatte er gewaltigen Raumvorteil, die viel aktiveren Figuren und eine Bauernphalanx von b4 bis g4 besessen. Nach vielen Abtäuschen war der Vorteil dann jedoch größtenteils weg. Damit war auch der Mannschaftskampf entschieden und unsere beiden letzten Akteure kämpften nur noch um Ergebniskosmetik. Volker konnte schließlich, wie eingangs beschrieben mit Mehrfigur, seinen Gegner zur Aufgabe nötigen, der Sieg war nie gefährdet. Klaus, mit drei SIegen in den ersten drei Runden Topscorer der Liga, gelang es seine Siegesserie weiter auszubauen. Im Mittelspiel opferte er einen Bauern für Angriff und sein Gegner schlug taktisch zurück. Ich dachte, dass dieser anschließend besser stünde, doch bei meinem nächsten Blick aufs Brett hatte Klaus eine Figur für zwei Bauern gewonnen. Nachdem er einen erobern konnte, brachte er die Partie am Ende nach Hause und steht nun bei vier Punkten aus vier Partien, Wahnsinn!

Schnellschach in Krefeld – Jahresanfang mit Steigerungspotenzial

Bericht von Matthias Gawlick

Turniere in Coronazeiten haben Seltenheitswert, so dass die Idee, einmal zum Schnellschach nach Krefeld zu fahren, in unserem Verein immerhin drei Anhänger erhielt: Marcel Quast, "Kurzzeit-Rückkehrer" Joachim Gawlick und den Berichterstatter.

Insgesamt 88 Personen fanden sich in der großzügigen Spielstätte von Turm Krefeld ein. Die Architektur mag an das CVJM-Heim erinnern, aber der reichliche Platz (ein riesiger Spielsaal, verschiedene kleine Räume zum Analysieren, für die Turnierleitung usw. sowie eine Bar für's Catering) gewährte uns bessere Spielbedingungen. Die Turnierleitung rund um "Frontmann" Patrick Terhuven machte insgesamt einen guten Job, so dass die Veranstaltung ohne große Verspätungen über die Bühne gehen konnte – da hat man im Laufe der Jahre schon ganz andere Wartezeiten gehabt als z. B. die sieben Minuten, für die sich Terhuven eingangs entschuldigte… Auch die Öffentlichkeitsarbeit, die die Krefelder leisten, ist ordentlich; verschiedene Tabellen waren am Turniertag abends abrufbar.

Ob es an der ungewohnten Bedenkzeit von 9 Minuten mit zwei Sekunden Inkrement lag? Unsere Performance konnte mit den Erwartungen nicht Schritt halten. Die erste Runde erwies sich gleich für alle als "Null-Runde". Danach konnten alle Beteiligten wenigstens phasenweise so spielen, wie sie es sich wünschten. Marcel Quast holte aus den Runden zwei bis sechs 4,5 Punkte, büßte danach aber seine Chancen auf einen Podiumsplatz ein. Insgesamt wurde es mit 5,5 Punkten Platz 20, wobei er jedoch von Setzlistenplatz 7 gestartet war. Für Exmitglied Joachim Gawlick hagelte es gleich drei Niederlagen zum Auftakt. Dann aber drehte er den Spieß um und holte aus den letzten sechs Runden vier Siege, unter anderem mit dem klasssischen Läuferopfer des Weißen auf h7. Zuletzt standen 4 Punkte zu Buche und damit Platz 61. Bei mir wechselten sich solides Spiel und haarsträubende Fehler ab, womit sich ebenfalls 4 Punkte erzielen ließen. Aufgrund der besseren Feinwertung wurde es dann Rang 60, womit ich mich sogar gegenüber der Setzliste um einen Platz verbessern konnte.

Das laufende Jahr bietet sicherlich noch manche Chance, sich zu testen. Hoffentlich trauen sich dann noch mehr Spieler an die Bretter.

Trauer um Burkhard Schumann

Ende letzten Jahres ist unser langjähriges Vereinsmitglied Burkhard Schumann verstorben. Über den Verein und den Bezirk Bochum hinaus war er für seine hingebungsvolle Jugendarbeit bekannt, die er viele Jahre als Jugendwart unseres Vereins geleistet hat. Sein Einsatz für die Jugend wird stets unvergesslich sein, so begleitete er unseren Nachwuchs zu unzähligen Turnieren und sorgte immer perfekt vorbereitet für ein hervorragendes Jugendtraining. Auch nachdem er den Posten des Jugendwarts an die jüngere Generation abgetreten hatte, stand er weiterhin als Trainer zur Verfügung und prägte so insgesamt mit seiner stets freundlichen und angenehmen Art unsere Jugend über viele Jahre. Sein Engagement ging sogar so weit, dass er Trainings auch außerhalb unseres wöchentlichen Trainingsbetriebs bei den Jugendlichen zu Hause anbot. Leider musste sich Burkhard in den letzten Jahren aufgrund seines Gesundheitszustands weitestgehend aus dem Vereinsleben zurückziehen.

Wir werden Burkhard als Schachspieler und vor allem als Menschen sehr vermissen.
Unsere Gedanken und Wünsche sind nun bei seiner Familie.

Unna-Open 2021

Bericht von Marcel Quast

Während viele Turniere in Corona-Zeiten abgesagt oder verschoben werden, finden einige wenige unter entsprechenden Bestimmungen statt. So kam es, dass auch das traditionelle Unna-Open vom 27. bis zum 30. Dezember dieses Jahr ausgetragen wurde, bei dem am ersten Tag unter 2G und an den darauffolgenden Tagen unter 2G+ gespielt wurde. Glücklicherweise befand sich nur ca. 100 Meter vom Spielort, dem Kultur- und Kommunikationszentrum Lindenbrauerei, entfernt ein Testzentrum, sodass ich problemlos vor jeder Runde meinen nötigen Test ablegen konnte.

Das diesjährige Unna-Open war in vielerlei Hinsicht etwas besonders, so wurde auf einen offiziellen Schiedsrichter verzichtet und die Uhrzeiten des Rundenbeginns wurden recht variabel gehandhabt. Dies soll in keinster Weise Kritik darstellen, so wurde vom Veranstalter auf den teilweise großen Andrang am Testcenter flexibel reagiert und insgesamt eine familiäre Atmosphäre geschaffen. Mir ist auch, obwohl ohne Inkrement gespielt wurde (150 Minuten für die gesamte Partie), kein einziger Streitfall bekannt. Positiv fand ich zudem, dass für das Startgeld von 50 Euro Verzehrmarken verteilt wurden, die ausreichten, um jeden Tag mit einem Brötchen zu frühstücken und zwischen den Doppelrunden eine Wurst vom Grill zu erhalten.

Kommen wir nun zum sportlichen Teil des Berichts. Leider war ich bei diesem Turnier unter den 91 Teilnehmern der Einzige aus unserem Verein. Ich war an Ranglistenposition drei gesetzt und spielte das ganze Turnier über auch an den ersten drei Brettern. So spielte ich stets um den Turniersieg mit. Nach drei Siegen und einem Remis nach vier Runden, schwächelte ich zum Schlussspurt etwas. Am vorletzten Tag musste ich mit Schwarz gegen starke 2100er jeweils eine schlechtere Stellung versuchen zu halten, was mir am Ende auch gelang. Allerdings hatte ich in beiden Partien kaum Chancen auf aktives (Gegen-)Spiel. Als Belohnung durfte ich in der siebten und letzten Runde gegen den einzigen GM im Turnier spielen. Ich wählte eine riskante und möglicherweise schlechte Variante für Königsangriff, in dessen Folge ich sogar eine Figur opferte. Leider konnte er diese zurückopfern, sodass ich mit zwei Minusbauern übrig blieb und verlor. Schade war zudem, dass unsere Partie bereits vorbei war, als Joachim Gawlick zum Kiebitzen vorbeischaute.

Am Ende hatte ich also 4,5 Punkte auf meinem Konto, was mit einer sehr guten Zweitwertung wohl den 11. Platz bedeutet. Leider habe ich online noch keine Tabelle finden können. Die Paarungen und einige Berichte sind auf den Seiten des ausrichtenden SV Unna zu finden.

Eine Besonderheit des Unna-Opens ist es, jedes Jahr alle Teilnehmer, die keinen Geldpreis gewonnen haben, mit einem Sachpreis zu belohnen, der anhand der Abschlusstabelle nacheinander ausgesucht werden darf. So bin ich nun neuer Besitzer des Buchs "My Chess Stories" von Vlastimil Hort. Neben einigen Büchern gab es noch sehr viele verschiedene Preise auszusuchen, von Schachtassen bis zu Entdecker-Sets für Wald-, Wasser- und Gartenfreunde.

Weihnachtsgrüße 2021

Der SC Gerthe 46 – Werne wünscht allen Mitgliedern und Schachfreunden ein gesegnetes Weihnachtsfest, ein glückliches neues Jahr 2022 und vor allem Gesundheit in dieser schwierigen Zeit.

Offline-Vereinsabende frühestens ab Februar

Zum Jahreswechsel findet im Jugendheim in der Wodanstraße ein Wechsel des Mieters statt, sodass wir mindestens übergangsweise ein neues Spiellokal brauchen. Ein mögliches Ersatzlokal haben wir in der ehemaligen Gaststätte "Zur Kastanie" gefunden, in der wir früher schon einmal gewesen waren. Leider bleibt der "Quartierstreff Kastanie" im Januar vorerst aufgrund von Corona geschlossen.

Deshalb werden wir die "echten" Vereinsabende frühestens ab Februar wieder durchführen können. Bis dahin treffen wir uns beginnend mit Freitag, dem 7. Januar 2022, jede Woche auf lichess und in Skype. Wir hoffen trotz dieser Widrigkeiten auf eine rege Teilnahme an unseren Online-Vereinsabenden.

Zweite Mannschaft verliert auch beim SV Hattingen mit 3:5

Br. Rangnr. SV Hattingen 1 DWZ Rangnr. SC Gerthe – Werne 2 DWZ 5:3
1 1 Schwager, Georg 1892 9 Steinke, Matthias 1750 0:1
2 2 Karpenko, Nikolaj 1827 10 Berghaus, Matthias 1794 -:+
3 4 Marzioch, Wilfried 1800 11 Gawlick, Matthias 1592 1:0
4 5 Hammacher, Henning 1732 13 Wüllner, Robin 1532 0:1
5 7 Kopf, Martin 1675 14 Brodt, Andreas 1544 1:0
6 8 Marzioch, Ingolf 1670 15 Straetling, Daniel 1514 1:0
7 1001 Deutschmann, Jürgen 1627 16 Schüler, Bernd 1416 1:0
8 9 Thierschmann, Lutz 1561 28 Wisnewski, Joachim 1:0

Bericht von Matthias Gawlick

Spiele am vierten Advent sollten den Berichterstatter eigentlich dazu veranlassen, entweder mit besinnlichem Vokabular umsichzuwerfen oder zumindest die passende Metaphorik ("Geschenke" etc.) hervorzukramen. Die erneute Niederlage hat aber weder etwas Besinnliches an sich, noch waren wir in der Situation, den deutlich überlegenen Gastgebern "Geschenke" zu machen. Positiv ist beispielsweise, dass sich mit Joachim ein Rückkehrer ins Turnierschach in unseren Reihen befand.

Für Matthias B. war alles zu Ende, bevor es richtig anfing – sein Gegner erschien nicht und wir hatten den ersten Punkt. Das blieb leider stundenlang der einzige auf der Habenseite. Schon um 16 Uhr waren die ersten Entscheidungen gefallen: Bernds Eröffnung ging nach hinten los, so dass der schwarzfeldrige Läufer alsbald von den eigenen Bauern eingesperrt war. Nach früher Rochade sah sich unser Mann einem Königsangriff ausgesetzt, der alsbald durchschlug. Nur kurz danach musste auch Joachim dem Gegner gratulieren. Beide Parteien suchten das Heil in einem scharfen Angriff. Nach einigen Abtäuschen blieb es bei einem verlorenen Bauernendspiel, zu dem sicherlich auch die (logischerweise) fehlende Spielpraxis geführt haben dürfte. Pünktlich um halb fünf wurde es dunkel und für uns … gingen die Lichter aus. Daniels Partie kippte nach langem eher unentschiedenen Aussehen zu unseren Ungunsten, weil der Gegner den Königsflügel auseinandernehmen konnte. Danach erhielt auch die Stellung in der Caro-Kann-Partie bei Andreas unschöne Züge: Der Gegner konnte am Damenflügel ein Freibauerpaar bilden. Gegen dieses war im Endspiel von Turm und Springer plus Bauern auf dem Könisgflügel kein Gegenmittel zu finden. Schließlich musste auch ich die Niederlage quittieren, weil mein Gegner die Position so verbesserte, dass ich die Qualität opferte – was schnell sichtbar ohne Effekt blieb. Übrig blieben aber, passend zur Weihnachtszeit, zwei Lichtblicke. Robin W. schaffte es in einer wilden Partie, im laufenden Angriff auf seinen Königsflügel ein Damenschach einzsuchieben, mit dem er Turm (gegen Läufer) gewinnen konnte. Plus Mehrbauer ergab das dann um kurz nach 17 Uhr den ersten "echten" Punkt für uns – und das gegen einen nominell deutlich stärkeren Gegner! Ein ähnliches Kunststück gelang Matthias S. Bei ihm war der geduldige Ausbau eines Vorteils (Freibauer am Damenflügel) keine Überraschung, aber technisch schon anspruchsvoll, so dass auch in der anschließenden Analyse nicht sicher war, ob unser Mann wirklich zwingend gewonnen hat. Jedenfalls schaltete er ein Qualitätsopfer ein, um einen Bauer auf a6 und einen auf b7 zu platzieren – und diese Position sah auch für den Hattinger eindrucksvoll aus.

Das neue Jahr startet für uns am 9.1.22 mit einem Heimspiel gegen die SG Höntrop I – aber nur, wenn uns die Seuche keinen Strich durch die Rechnung macht und wir die Spielstätte benutzen dürfen…

Weihnachtsturnier 2021

Bericht von Marcel Quast

Gestern fanden sich zum Jahresabschluss zwölf Schachfreunde im CVJM-Heim ein, um am letzten Vereinsabend vor Weihnachten das traditionelle Schach960-Turnier zu spielen. Bei dieser Variante gibt es bekanntlich 960 verschiedene Startformationen, sodass sich jede Runde komplett verschiedene Partien auf den Brettern entwickelten. Zudem wurde die unbekannte Aufstellung der Figuren von jedem anders interpretiert, was viele interessante Manöver und Pläne mit sich führte. Gespielt wurde Schnellschach mit einer Bedenkzeit von 15 Minuten plus 5 Sekunden Bonus pro Zug. Als Favorit gestartet konnte ich mich verlustpunktfrei durchsetzen, auch weil Uli in der ersten Runde eine Gewinnstellung gegen mich noch versiebte. Besonders stark spielte Albin auf, der ohne echte Spielpraxis gegen fünf Spieler unserer ersten Mannschaft antreten musste und daraus drei Siege und ein Remis holte. So kam er punktgleich mit Volker ins Ziel und verpasste nur dank schlechterer Zweitwertung den zweiten Platz. Bei der Siegerehrung nach dem Turnier durften sich alle Teilnehmer über einen schokoladigen Preis freuen.

Bleibt noch allen Mitgliedern und Freunden des Vereins eine schöne Weihnachtszeit, einen guten Rutsch ins Jahr 2022 und natürlich Gesundheit in dieser schwierigen Zeit zu wünschen. Hoffentlich können wir dann auch bald wieder unserem geliebten Sport ohne große Einschränkungen nachgehen.

Der erste Vereinsabend im neuen Jahr ist für den 7. Januar geplant, genauere Infos werden noch auf unserer Vereinshomepage zu lesen sein, sobald wir Näheres wissen.

Es folgt schließlich noch die Abschlusstabelle des Schach960-Weihnachtsturniers 2021:

Kreuztabelle im Schweizer-System nach der 5. Runde
Nr. Teilnehmer TWZ 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 Punkte Buchh
1. Quast,Marcel 2259 ** 1   1 1   1 1         5.0 14.5
2. Brüggestraß,Volker 1997 0 ** ½ 1   1 1           3.5 17.0
3. Tuscher,Albin 1649   ½ **   1   0 1 1       3.5 13.0
4. Gawlick,Joachim 1700 0 0   **   1       1 1   3.0 14.0
5. Meise,Ulrich 1771 0   0   **         1 1 1 3.0 11.0
6. Ulrich,Robin 1565   0   0   **     1   1 1 3.0 9.0
7. Gottmann,Bernd 1965 0 0 1       ** ½   1     2.5 16.0
8. Löffelbein,Klaus 1796 0   0       ½ ** 1   1   2.5 13.5
9. Boost,Jürgen 1805     0     0   0 ** ½   1 1.5 10.5
10. Kalle,Michael 1219       0 0   0   ½ **   1 1.5 10.0
11. Wüllner,Robin 1532       0 0 0   0     ** 1 1.0 11.5
12. Bußmann,Stephan 1073         0 0     0 0 0 ** 0.0 10.0

Auswärtsfahrt der Ersten lohnt sich erneut

Br. Rangnr. SV Kamen 2 DWZ Rangnr. SC Gerthe – Werne 1 DWZ 3:5
1 10 Traunecker, Thomas 1888 1 Quast, Marcel 2259 0:1
2 11 Georg, Felix 1962 2 Brüggestraß, Volker 1997 ½:½
3 12 Bals, Jochen 1917 3 Gottmann, Bernd 1965 ½:½
4 13 Koch, Marcel 1893 5 Löffelbein, Klaus 1796 0:1
5 14 Späh, Jan Lukas 1822 6 Boost, Jürgen 1805 ½:½
6 15 Riemer, Dominik 1774 7 Meise, Ulrich 1771 ½:½
7 16 Rotter, Chris 1742 8 Al Zoubi, Ahmad 1713 0:1
8 22 Finke, Wolfgang 1569 13 Wüllner, Robin 1532 1:0

Bericht von Marcel Quast

Nachdem wir in der ersten Runde unsere Reise nach Bönen mit einem 5:3-Auswärtssieg belohnten, taten wir gestern selbiges mit unserer Fahrt ins nur um Bruchstücke weniger entfernte Kamen. Anfangs sah es allerdings nicht ganz so gut aus für uns, denn ich hatte den Eindruck, als stünden Volker, Uli, Ahmad und Robin leicht bis stark unter Druck. Uli brachte den ersten halben Punkt auf die Anzeigetafel. Zwar wurden bei seiner Partie viele Figuren getauscht und ungleichfarbige Läufer blieben übrig, aber da beide Seiten auch noch einen Turm ihr Eigen nennen durften, war die Stellung alles andere als ein remislichen Endspiel. Sofern zu den ungleichfarbigen Läufern noch weitere Figuren auf dem Brett sind, ist häufig die Seite im Vorteil, welche die Initiative besitzt. Durch einen Bauenvorstoß öffnete Uli die Stellung und verlieh seinem Läufer zu mehr Kraft auf der langen Diagonalen, was mit einem Turm auf der zweiten Reihe stark aussah. In der Folge konnte sein Gegner aber alle Probleme umschiffen und besaß einen sehr gefährlichen Freibauern auf der a-Linie plus Königsangriff, sodass Uli die Partie meiner Einschätzung nach eigentlich verlieren musste. Dann stellte der Kamener aber diesen Freibauern ein und Uli war am Drücker. Seinen Mehrbauern konnte er aber auch nicht halten und so einigten sich beide Kontrahenten auf eine Punkteteilung. Es war generell ein spannender Kampf, so ist es nicht verwunderlich, dass die nächste Partie erst kurz vor 18 Uhr entschieden wurde. Von Klaus' Partie habe ich leider außer des Ergebnisses nichts mitbekommen, doch glücklicherweise teilte Klaus mir seine Eindrücke per Mail mit, die ich nun zusammenfassen werde. Sein Gegner verbrauchte viel Zeit und lebte am Ende nur noch vom Inkrement. Für eine offene Turmlinie und das Eindringen auf die zweite Reihe gab Klaus einen Bauern. Dabei schwebte das Opfer mehrere Züge lang über der Partie und musste nach jedem Zug neu bewertet werden, was auch für die Engine nicht leicht war. Durch das folgende passive Spiel des Kameners konnte Klaus zunächst den Bauern zurückgewinnen und durch ein Springeropfer, welches sein Gegner ablehnte, zwei Bauern und danach durch ein weiteres gar die Dame gewinnen. Dies war übrigens für Klaus der dritte Sieg im dritten Spiel, womit er weiterhin die Topscorerliste unserer Gruppe anführt! Jürgen musste sich des Läuferpaars seines Gegenübers erwehren, der eine Qualität für Angriff opferte. An einer Stelle konnte Jürgen seine Dame für Läufer und Turm geben, wonach jeglicher Angriff erst einmal zunichte gemacht worden wäre. Ob er dies spielte, weiß ich leider nicht, allerdings stand bei meinem nächsten Blick auf seine Partie ein Bauernendspiel auf dem Brett, das am Ende mit König plus Bauer gegen König nicht zu gewinnen war, da sein Gegner seinen König vor den Bauern bringen konnte und die Remisverteidigung beherrschte (Rückzug immer auf der Linie des Bauern! Das ist zwar nur am Ende beim Rückzug auf die eigene erste Reihe entscheidend, aber so kann man es sich am einfachsten merken). Robin stand früh stark unter Druck. Sein Gegner spielte mit Läuferpaar, einer schielte nach h7, der andere nach g7, Turm und Dame voll auf Königsangriff. Um Drohungen abzuwehren, musste Robin schon seinen f-Bauern nach f5 ziehen, was zwar zunächst die Diagonale des weißfeldrigen Läufers verstopfte, aber weitere Schwächen auf der Diagonale des schwarzfeldrigen Pendant schaffte. Zwar habe ich nicht gesehen wie es schlussendlich dazu kam, jedoch besaß Robin bei meinem nächsten Blick aufs Brett in einem Turmendspiel eine Minusfigur und gab dementsprechend kurze Zeit später die Partie auf. Ahmad gewann seine erste Partie in der ersten Mannschaft. Nachdem in einem materiell gleichen Mittel- bzw. Endspiel mit Dame, Turm, Springer und symmetrischen a- bis d-Bauern plus jeweils einem h-Bauern auf beiden Seiten der Kamener leicht die Initiative besaß, konnte Ahmad erst seine Königssicherheit verstärken und seinen h-Bauern gegen Verlust bewahren, danach sogar selbst einen Angriff gegen den aufgrund einer Mattdrohung gefesselten Springer starten, der eine sehr kreative Verteidigung seinen Gegners notig machte. Er opferte nämlich seine Dame, um anschließend mit Abzugsschach Ahmads Dame zurückzuerobern. Dies hatte jedoch seinen Preis, und zwar den h-Bauern, sodass Ahmad ein besseres Turm-und-Springer-Endspiel mit Mehrfreibauer besaß. Als er die siebte Reihe mit seinem Turm besetzte und den Freibauern bis nach h7 vorzog, war die Partie praktisch entschieden. Statt mit einem Turmschach und anschließender Umwandlung, oder auch mit vertauschter Zugreihenfolge, die Qualität zu gewinnen (sein Springer wäre nach Turmgewinn vom König geschlagen worden), wollte Ahmad den direkten Sieg und nach einigem Manövrieren und Qualitätsopfer plus Blockierung der h-Linie, wonach die Bauernumwandlung zur Dame nicht mehr aufgehalten werden konnte, war es für den Kamener Zeit, die Waffen zu strecken.

Zu diesem Zeitpunkt stand es also 3:2 für uns und die drei Spitzenbretter waren noch nicht entschieden. Allerdings standen wir in allen Partien nicht schlechter, sodass der Sieg eigentlich klar war, sofern kein grober Schnitzer mehr passieren würde. Die nächsten beiden Entscheidungen ließen auch nicht mehr sonderlich lange auf sich warten. Sowohl Volker als auch Bernd hatten ein Remisangebot ihres Gegners. Volker erlaubte seinem Gegner in der Eröffnung ein Läuferopfer für zwei Bauern mit Königsangriff und womöglich Gewinn eines dritten Bauerns. Sein Gegner dachte sehr lange nach, entschied sich aber gegen diese Variante und opferte "nur" einen Bauern für schnelle Entwicklung und weiterhin Druck auf Volkers Königsstellung. Für mich sah es so aus, als würde der Kamener den Bauern irgendwann zwangsläufig zurückgewinnen, doch Volker verteidigte sich umsichtig und aufgrund eines Gegenangriffs sah sich sein Gegner dazu gezwungen viele Figuren abzutauschen. Es entstand ein Doppelturmendspiel mit zwei Mehrbauern für Volker, in dem sein Gegner die letzte Chance in einer Verdoppelung auf der siebten Reihe suchte. Diese mitsamt einer Mattdrohung nötigte Volker zu Kompromissen und schließlich zum Akzeptieren des Remisangebots. Auch Bernd nahm kurz darauf in einem völlig ausgeglichenen Turmendspiel mit drei Bauern auf jeder Seite die Offerte zur Punkteteilung an, da weitere Bauerntäusche nicht zu verhindern waren und die Stellung keine Gründe zum Weiterspielen mehr lieferte. Zum Verlauf der Partie kann ich leider nicht mehr Infos geben, da ich hiervon nicht viel mitbekommen habe. Wir führten also nun mit 4:3 und nur meine Partie war noch am Laufen. Ich entschied mich in der Eröffnung zu einer geschlossenen Variante und öffnete erst später die Stellung. In der Folge setzte ich aufs Vorpreschen mit dem h-Bauern und Tausch seines besseren Läufers. Da mein Gegner Möglichkeiten zum Gegenspiel verstreichen ließ, konnte ich meinen Plan umsetzen und in ein bequemes Endspiel abwickeln. Dieses spielte der Kamener nicht so gut und schaffte sich Schwächen, die ich direkt bespielen konnte. Durch ein Bauernopfer schaffte ich weitere Angriffsziele, spielte aber in der Folge ungenau, wodurch ich meinen Vorteil einbüßte. Zwar konnte ich den Bauern zurückgewinnen, besaß die bessere Bauernstruktur und die aktiveren Figuren, doch konnte ich seine Schwächen nicht mehr so wirklich belagern. Nach zwei Bauerntäuschen und einigem Manövrieren konnte ich wieder ein paar Drohungen aufstellen. Nachdem mein Gegner erst sein Glück im Gegenspiel suchte, spielte er danach falsch weiter und versuchte sich passiv zu verteidigen, wodurch ich erst einen Bauern und später einen zweiten gewann. Dadurch kippte die Partie vollends zu meinen Gunsten und mit seinen passiven Figuren und seinem abgesperrten König war mein e-Freibauer am Ende zu mächtig. Mit diesem Sieg konnte ich zudem wieder in der Topscorerliste zu Klaus aufschließen.

Wir haben somit unseren zweiten Sieg in dieser Saison eingefahren und liegen mit 4:2 Punkten im oberen Bereich der Tabelle, wobei diese nicht ganz so aussagekräftig ist, da drei der fünf Begegnungen ins nächste Jahr verschoben worden sind. Planmäßig spielen wir am 16. Januar zu Hause gegen die SU Annen, die bislang einen Mannschaftskampf gewann und einen verlor.

Marcel Quast ist Blitzmeister 2020/21

Rangliste: Stand nach der 3. Runde im 2. Durchgang 
Nr. Teilnehmer TWZ 1 2 3 4 Punkte SoBerg
1. Quast,Marcel 2259 ** 11 11 10 5.0 13.00
2. Brüggestraß,Volker 1997 00 ** ½1 11 3.5 5.75
3. Meise,Ulrich 1771 00 ½0 ** 11 2.5 3.75
4. Boost,Jürgen 1805 01 00 00 ** 1.0 5.00

Bericht von Marcel Quast

Nachdem ich vor der Runde bereits in der Gesamtwertung in Führung lag, ließ ich letzten Freitag nichts mehr anbrennen und sicherte mir den Blitzmeistertitel 2020/21. Dabei war meine einzige Verlustpartie die einzige Gewinnpartie Jürgens, der als solider und starker Turnierspieler gilt (siehe aktuelle VM), aber beim Blitzen häufiger unter Zeitproblemen leidet. Volker spielte gegen mich unglücklich und verlor beide Partien trotz besserer Stellung und musste auch gegen Uli ein Remis abgeben.

Nächster Vereinsabend

Freitag, 21. Januar
auf lichess und Skype

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