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Halbfinalaus im 4er-Pokal

Ergebnisübersicht folgt

Bericht von Marcel Quast

Heute fand in Welper das Halbfinale im 4er-Pokal statt. Wir mussten gegen die völlig überraschend gegen Bochum 02 weitergekommene Zweitvertretung des SV Welper antreten, die in einer komplett veränderten, nominell gesehen besseren Mannschaft auflief. Uli und ich haben bereits in der Eröffnung einen Bauern weggestellt, allerdings hatte ich zumindest gute Gegenspielchancen, während Uli diese nicht wirklich besaß. So griff er zu g4 und h4, um zumindest einen Königsangriff anzudeuten, nicht jedoch ohne seinen eigenen Monarchen zu schwächen. In der Folge gelang es Uli echtes Gegenspiel zu erzeugen und nach vielen Abtäuschen stand ein Damenendspiel auf dem Brett. Wie es dazu kam, habe ich nicht gesehen. Zu dieser Partie komme ich ganz am Ende noch, erst einmal fielen an anderen Brettern Entscheidungen. Mein Gegner fiel auf eine Taktik rein, nach der er die Dame für Turm und Läufer hätte geben müssen und mit weiteren zwei Mehrbauern für ihn wäre das Endspiel unklar gewesen. Er entschied sich jedoch für eine Variante mit temporärem Figurenopfer, doch trotz meiner Grundreihenschwäche gelang es mir durch einen Angriff auf seine verbliebene Leichtfigur und gleichzeitige Entschärfung des Grundreihenproblems meine Mehrfigur zu behalten. Das Endspiel hätte er dann im weiteren Verlauf besser verteidigen können, zumal ich an einer Stelle wohl nicht so akkurat spielte, doch am Ende konnte ich mich durchsetzen. Noch vor meinem Sieg bot Klaus seinem Kontrahenten remis an, doch dieser lehnte ab, startete einen Königsangriff samt Läuferopfer und war mit diesem erfolgreich. Volker, der eigentlich mit Läuferpaar nicht schlechter stand, verzettelte sich im Mittelspiel und ließ nach Tausch einer Leichtfigur den Welperaner unnötigerweise mit dem Turm in seine Stellung eindringen. In der Folge setzte sein Gegenüber Volker weiter unter Druck, bis ein Turm durch ein Ablenkungsschach und damit auch die Partie verloren ging. Kommen wir nun also zurück zu Ulis Partie. Angesichts des Spielstandes bot der Welperaner trotz Mehrbauern die Punkteteilung an, die Uli gar nicht ablehnen konnte, weil die Partie ansonsten wohl im Dauerschach geendet wäre.

Damit sind wir nun im Halbfinale ausgeschieden und es kommt aus der Sicht unseres Gegners zum Traumfinale Welper gegen Welper, da deren erste Mannschaft 3:1 gegen Linden gewann.

Heimsieg für die Zweite

Br. Rangnr. SC Gerthe – Werne 2 DWZ Rangnr. SV Bochum-Linden 2 DWZ 5:3
1   Steinke, Matthias 1785   Hansen, Friedhelm 1642 ½:½
2   Berghaus, Matthias 1764   Salin, Armin 1620 1:0
3   Säglitz, Patrick 1702   Crell, Holger 1718 -:+
4   Wüllner, Robin 1525   Hieronymus, Alessio 1:0
5   Ulrich, Robin 1555   Battling, Nils 1:0
6   Straetling, Daniel 1500   Masuhr, Fritz 1601 0:1
7   Biermann, Jannik 1488   Skara, Milenko 1700 ½:½
8   Bußmann, Stephan 1072   Pamp, Brandon 1:0

Bericht von Robin Wüllner

Wir konnten am Sonntag unseren zweiten Saisonsieg gegen die zweite Mannschaft aus Linden erzielen, trotz Unterzahl am dritten Brett. Der Mannschaftskampf war wiedermal ein schneller, aber es entwickelten sich dennoch einige spannende Partien.

Robin Ulrich spielte mit Schwarz eine ungewöhnliche Variante des Damenbauernspiels mit 2. Sf3 c5!?. Nachdem Robin am Königsflügel bedrängt wurde, entschloss er sich, am Damenflügel dagegenzuhalten und konnte prompt einen Läufer gewinnen und die b-Linie öffnen. Nachdem sein Gegner dann noch lang rochierte, konnte Robin den König bedrohen und eine weitere Figur gewinnen, sowie die Partie. Stephan spielte Italienisch und tauschte schon früh seine Dame und beide Läufer. Danach konnte er durch eine Fesselung ein Turm-gegen-Springer-Endspiel erzwingen und relativ souverän den Vorteil in einen ganzen Punkt umwandeln. Matthias Berghaus spielte Englisch, kam ziemlich gut aus der Eröffnung und konnte mehrere Drohungen im Mittelspiel aufstellen. Dann entschied sich Matthias dazu, drei Bauern für eine Figur zu tauschen und nutzte die etwas unkoordinierte Stellung seines Gegners aus, um einen Springer zu gewinnen. Er tat sich zwar noch ein wenig schwer den Vorteil auszuspielen (es gelang beiden Kontrahenten einen Bauern zu einer Dame umzuwandeln), aber ein unaufhaltbarer Freibauer entschied die Partie zu unseren Gunsten. Matthias Steinke bekam mit Schwarz Französisch in der Abtauschvariante vorgelegt. Es wurden in einer unaufgeregten Partie schnell alle Läufer und Türme getauscht, sodass sich nach ein paar Manöverzügen ohne große Vorteile auf ein Remis geeinigt wurde. Ich spielte Schottisch in der Vier-Springer-Variante und kam etwas schwächer aus der Eröffnung. Da mein Gegner das aber nicht sauber bestrafte, konnte ich Damen und zwei Leichtfiguren tauschen und sogar einen schwachen Doppelbauer auf f6 erzeugen. Meinem Gegner gelangen danach auch keine guten Antworten mehr und nach einer Fesslung mit mindestens einem Figurengewinn gab mein Gegner auf.

Da es nun 4,5:1:5 zu unseren Gunsten stand, fanden auch die letzten beiden Partien nun ihr Ende. Jannik spielte einen offenen Sizilianer und einigte sich auf ein Remis, nachdem nur noch ungleichfarbige Läufer auf dem Brett übrig blieben. Jannik konnte im Mittelspiel einen schwachen Doppelbauern auf der c-Reihe erzwingen und erhielt dadurch einen Mehrbauern, aber nachdem die Türme getauscht wurden, war die Stellung nicht mehr erkennbar vorteilhaft (-0.4). Auch bei Daniel gab es einen offenen Sizilianer, schon früh wurde die Dame von Daniel nach h2 vertrieben, konnte aber im Mittelspiel wieder aktiv werden und trug zu einem schönen Bauerngewinn bei. Dann jedoch entschied sich sein Gegner zum Damentausch, jedoch übersah Daniel die Springergabel und stand plötzlich ohne Dame da, er kämpft noch einige Züge weiter, aber es half alles nichts und er gab letztendlich auf.

Damit stehen wir nun im Tabellenmittelfeld recht solide, um aber nichts mehr mit dem Abstieg zutun zu haben, muss gegen Hattingen am 19.03 zumindest ein Mannschaftspunkt her.

Monats-Blitzturnier oder: Schach als Sport, wie er sein sollte („Jeder kann mal gewinnen!“)

Rangliste: Stand nach der 5. Runde im 2. Durchgang 
Nr. Teilnehmer TWZ 1 2 3 4 5 6 Punkte DiVerg
1 Quast,Marcel  2218 ** 11 01 10 11 7.5
2 Brüggestraß,Volker  2021 ** 01 01 11 11 6.5
3 Gottmann,Bernd  1952 00 10 ** 10 10 11 5.0
4 Gawlick,Matthias  1606 10 10 01 ** 10 00 4.0 2
5 Meise,Ulrich  1757 01 00 01 01 ** 10 4.0 2
6 Löffelbein,Klaus  1834 00 00 00 11 01 ** 3.0

Bericht von Matthias Gawlick

Die äußeren Rahmenbedingungen wirkten erst einmal, als wäre alles beim Alten: Lediglich sechs Interessierte für Blitzschach, die Spielstätte auch noch schwach geheizt (egal, man ließ die Jacke an!)… Aber sportlich hat dieser Jahresauftakt Lust auf mehr gemacht! Schließlich besteht der Reiz im Sport ja darin, dass sich der (nominell) Schwächere Hoffnungen machen kann, gegen den (nominell) Stärkeren zu gewinnen. Und so hatten wir zwar nach zehn Runden einen Tabellenführer, den man dort erwarten konnte: Marcel (7,5 Punkte). Aber auf dem Weg dahin gab es eine Reihe von Überraschungen und es blieb bis zum Schluss spannend.

Uli etwa hatte in der Hinrunde wenig Erfolgserlebnisse, konnte aber in der Rückrunde mit drei Siegen aufwarten! Man hätte auch vermuten können, dass Klaus als „Alterspräsident“ bei einer Bedenkzeit von „3+2“ nicht viel holen würde, doch gegen mich punktete er gleich doppelt. Ich wiederum konnte eine lange Durststrecke beenden und nach sieben Jahren endlich gegen Marcel siegen! Aber wir drei hatten dann mit dem Ausgang des Turniers nicht viel zu tun.

Bernd spielte wie gewohnt souverän und sicher. Nur die eine oder andere Ungenauigkeit (inklusive Punktverlust) verhinderte, dass er beim Kampf um den Gesamtsieg mitmischen konnte (5 Punkte). Volker fiel es, wie auch sonst häufig zu, das Titelrennen offen zu halten. Sein präzises Spiel sorgte dafür, dass erst die Schlussrunde die Entscheidung bringen sollte. Doch mit einer Qualität weniger und wenig Restzeit „einigte“ er sich mit Marcel per Dauerschach auf Remis und kam auf 6,5 Punkte. – Wer nun auch Lust auf Blitzschach hat, kann sich schon einmal den 3.2. in den Kalender eintragen. Dann geht es mit der Februar-Auflage dieses Turnierformats weiter.

Schnellschachopen in Krefeld – ein kämpferischer Jahresauftakt

Bericht von Matthias Gawlick

Was kann man eigentlich am Neujahrstag mit dem jungen Jahr anfangen? Gammeln? Den Kater bekämpfen? Gar noch den Müll vom Vortag aufräumen? Marcel Quast und der Berichterstatter entschlossen sich für eine sportliche Gestaltung, und da das Angebot an Veranstaltungen zum Jahreswechsel sehr übersichtlich ist, fiel die Wahl (wie zu Beginn des letzten Jahres) auf das Krefelder Neujahrsopen.

Der Krefelder Schachclub 1851 erreichte in diesem Jahr gleich 109 Unentwegte, wie Turnierleiter Patrick Terhuven (assistiert von Katharina Ricken und weiteren Ehrenamtlichen) mit berechtigtem Stolz hervorhob. Caissas Jünger zwischen 10 und 80 tobten sich in neun Runden Schweizer System aus, bei neun Minuten plus zwei Sekunden Bedenkzeit. Womit allerdings keiner gerechnet hatte, war die Freude der Veranstalter am … Warten! Ja, zu warten scheint eine beliebte Tätigkeit des Rheinländers zu sein: Zwar war um 12.30 Uhr Meldeschluss für die Teilnehmenden, aber um 13.31 Uhr hatte sich noch immer kein einziger Bauer bewegt! Denn die Auslosung der ersten Runde war trotz des üppigen Vorlaufs falsch. Und damit zwischendurch keiner überanstrengt wird, wurde zudem nach Runde 5 eine „Halbzeitpause“ von einer Stunde (!) verordnet, was nicht gerade den Wünschen vieler Teilnehmer entsprach. Kleiner Trost: Nach der letzten Runde ging es mit der Siegerehrung ganz flott. Was bedeutete das für uns? Marcel konnte seine Pläne am Brett nur selten umsetzen. Gestartet als Fünfzehnter der Setzliste, kam er mit 5,5 Punkten auf Platz 29 ins Ziel. Direkt daneben landete ich, von Rang 76 kommend, auf Platz 30 mit ebenfalls 5,5 Punkten. Ich erwischte einen ausgesprochen guten Tag und gewann mit einer ELO-Performance jenseits der 2000 den zweiten Preis in meiner Ratinggruppe.

Wer nun auch Lust hat, sich mit anderen zu messen, kann direkt am kommenden Freitag in die Wodanstraße kommen, dann allerdings zum Monatsturnier im Blitzschach.

4er-Pokal: Erste weiter, Zweite raus

Bericht von Marcel Quast

Heute wurde zentral in Welper das Viertelfinale des 4er-Pokals gespielt. Während sich unsere erste Mannschaft bereits zweimal durchsetzen musste, reichte für unsere zweite Mannschaft ein Sieg, da sie zu Beginn des Turniers eine spielfreie Runde zugelost bekam. Nach dem Duell mit SG Bochum 1 im Achtelfinale traf die Erste nun auf SG Bochum 2 und der Gegner für unsere Zweite hieß SV Linden 1.

Erste Mannschaft

Br. Rangnr. SG Bochum 2 DWZ Rangnr. SC Gerthe 46 – Werne 1 DWZ 0:4
1 14 Butschek, Gerhard 1664 1 Quast, Marcel 2218 0:1
2 16 Brügmann, Cedric 1619 2 Brüggestraß, Volker 2021 0:1
3 2002 Bramham, James 3 Gottmann, Bernd 1952 0:1
4 2003 Bala, Elias Lion 7 Meise, Ulrich 1757 0:1

Bereits früh konnte Volker Vorteil erzielen, nachdem sein Gegner die Entwicklung vernachlässigte und auf die Rochade verzichtete. Die Fesselung auf der e-Linie kostete den Bochumer dann Material und die Partie. Uli legte zum 2:0 nach, indem er die Schwächen seines Gegners ausnutzte. Ein Turm von Uli drang in die gegnerische Stellung ein, die zudem vereinzelte Bauern aufwies. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich meine zu dem Zeitpunkt hatte Uli auch schon einen Bauern mehr. Ich habe leider nicht sehr viel von dieser Partie mitbekommen, auch nicht, was den Gegner schließlich genau zur Aufgabe zwang. Damit waren wir zwar in Führung und konnten auch nicht mehr verlieren, doch bei einem 2:2 wären wir nach Berliner Wertung ausgeschieden — und dieses Szenario war gar nicht mal so abwegig. Ich stand bereits früh recht gut, habe dann aber bei einem temporären Opfer einen möglichen Zwischenzug übersehen und wich deshalb im Verlauf der Kombination ab. Mein Gegner hätte mit zwei Figuren gegen einen Turm plus Bauer und Initiative weiterspielen können, wählte aber den sichereren Weg und gab die Figur zurück, um sich zu entlasten. Ich musste nun gegen das Läuferpaar und starke Zentrumsbauern spielen, der Bochumer wies dafür aber auch eine Schwäche am Königsflügel auf. Die Partie erschien mir unklar und so bot ich aus mannschaftstechnischer Sicht remis an, denn Bernd besaß in einem Läuferendspiel einen Bauern weniger und würde möglicherweise verlieren. In einer normalen Turnierpartie hätte ich wohl weitergespielt und mein Gegner konnte aufgrund der Chance weiterzukommen die Punkteteilung auch nicht wirklich annehmen. Einen Zug später bot er mir dann selbst remis an, doch weil Bernd inzwischen die Partie drehen konnte und auf der Siegerstraße war, spielte ich nach längerem Beobachten weiter. Bernds noch junger Gegner achtete beim Vormarsch seines Königs im besagten Läuferendspiel nicht auf seine Bauern am Damenflügel und schenkte ihm dort quasi zwei Bauern, die beim Wettrennen gegen den späteren Freibauern des Bochumers am Königsflügel deutlich schneller waren. Bernds Läufer und Bauern dominierten den Läufer seines Gegners und nach dem Abtausch holte sich Bernd ein paar Züge später eine neue Dame und den vollen Punkt. Auch ich konnte schlussendlich meine Partie gewinnen, nachdem der Bochumer bei schwindender Bedenkzeit schlecht weiterspielte und ich einen erfolgreichen Königsangriff mit Materialgewinn starten konnte. Damit ziehen wir mit einem deutlichen 4:0 ins Halbfinale ein, waren aber gar nicht so weit weg vom Ausscheiden, so blöd dies auch klingen mag.

Zweite Mannschaft

Br. Rangnr. SC Gerthe – Werne 2 DWZ Rangnr. SV Bochum-Linden 1 DWZ 1:3
1 8 Al Zoubi, Ahmad 1600 2 Böhm, Ingo 2065 0:1
2 11 Berghaus, Matthias 1764 4 Kandyba, Andriy 1951 0:1
3 15 Straetling, Daniel 1500 6 Schmidt, Ralph 1873 1:0
4 17 Schulz, Robin 1283 1002 Knackstedt, Ulf 1753 0:1

Gegen die starken Lindener war unsere zweite Mannschaft nominell unterlegen, doch auch hier entwickelte sich ein spannender Verlauf. Robin stellte zwar früh eine Qualität und somit die Partie ein und auch Matthias musste sich mit seinem unrochierten König geschlagen geben, der sich gar mit drei Leichtfiguren sehenswert mattsetzen ließ, doch Daniel überraschte mit seinem Sieg gegen den alten Hasen Ralph Schmidt, wonach die Berliner Wertung bei einem Sieg von Ahmad am Spitzenbrett für uns gesprochen hätte. Zunächst erstmal zurück zu Daniels Partie. Er konnte aus der Eröffnung heraus die Partie im Gleichgewicht halten und sah sich in der Folge einem Königsangriff ausgesetzt, der aber nicht ganz so gefährlich erschien. Nachdem Daniel sich vom Druck befreien konnte, übersah der Lindener nach einem Bauernzug einen Turmangriff auf seine Dame und die Partie fand ein jähes Ende. Ahmad schien im MIttelspiel die passivere Stellung zu erhalten und hatte, wenn ich es richtig gesehen habe, auch einen Bauern weniger. Ich weiß nicht wie, aber in der Folge konnte er Gegenspiel erlangen und es entwickelte sich eine interessante, aber nicht leicht zu durchblickende Partie. Der Lindener ließ jedoch in leichter Zeitnot nichts anbrennen und wickelte in ein Turmendspiel ab, in dem er die bessere Bauernstruktur besaß und am Ende die Partie auch gewinnen konnte. Damit ist unsere zweite Mannschaft ausgeschieden, hat sich gegen einen starken Gegner aber wacker geschlagen und war nicht ganz weit weg von einer Überraschung.

Neben unserer Ersten und Linden konnten sich auch Welper 1 und 2 gegen ihre Gegner durchsetzen. Vor allem das 3:1 von Welper 2 gegen den großen Favoriten Bochumer SV war die Sensation des Viertelfinales.

Quast’scher Doppelsieg beim Weihnachtsturnier

Kreuztabelle im Schweizer-System nach der 5. Runde
Nr. Teilnehmer TWZ 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Punkte Buchh
1 Quast,Marcel 2218 ** 1 1 1 1   1     5.0 14.0
2 Quast,Christin,Dr 1765 0 ** 1       1 1 1 4.0 11.0
3 Meise,Ulrich 1757 0 0 **   1 1   1   3.0 15.0
4 Wüllner,Robin 1525 0     ** 0 1 1     3.0 13.5
5 Löffelbein,Klaus 1834 0   0 1 **     1 1 3.0 12.0
6 Straetling,Daniel 1500     0 0   **   ½ 1 2.5 8.0
7 Schulz,Robin 1283 0 0   0     **   1 2.0 13.5
8 Boost,Jürgen 1813   0 0   0 ½   **   1.5 13.5
9 Schulz,Wolfgang 998   0     0 0 0   ** 1.0 12.5

Bericht von Marcel Quast

Bei leckerem Kinderpunsch und Glühwein sowie Lebkuchen spielten wir in gemütlicher Atmosphäre unser traditionelles Weihnachts-Schach960-Schnellturnier. Für die passende Weihnachtsbeleuchtung sorgten zudem die Betreiber des Jugendheims, die den Saal festlich geschmückt hatten. Leider waren wir nicht einmal zweistellig und damit durfte bei neun Teilnehmenden jede Runde jemand bloß zusehen. Nominell ging ich mit deutlichem Vorsprung bei der Wertungszahl als Favorit ins Turnier und hatte lediglich gegen Christin leichte Probleme, weil ich nach einem Patzer schlechter stand, später im Angriff aber doch gewann. In der Schlussrunde hätte Robin S. mich noch ärgern können, da ich bei schon drei Bauern mehr eine Figur einstellte, die er mir jedoch glücklicherweise im selben Zug wieder zurückgab. Christin wurde Zweite, nachdem sie in der letzten Runde im direkten Duell der Verfolger Uli besiegte und lediglich mit einer Niederlage das Turnier beendete. Dass viel Kampfgeist an den Tag gelegt wurde, beweist die geringe Remisquote, nur die Partie Jürgen gegen Daniel endete am gestrigen Abend als einzige friedlich mit einer Punkteteilung.

Bei der Siegerehrung nach dem Turnier durfte sich jeder dann noch über reichlich Schokolade freuen. Hoffentlich wird die Teilnahme im nächsten Jahr wieder etwas größer sein. Weiter geht es am 6. Januar mit dem ersten Turnier der Monatsblitzturnierserie. Allen eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

VM 2022: Robin Ulrich und Marcel Quast siegen mit jeweils 100%

Bericht von Marcel Quast

Letzten Freitag ging mit zwei Nachholpartien die Vereinsmeisterschaft zu Ende. Während die Gruppe B bereits frühzeitig alle sechs Runden gespielt hatte, standen bei der Gruppe A gleich zehn Runden auf dem Plan. Seit diesem Jahr wird die VM in zwei Gruppen ausgetragen, die Gruppe A ist dabei unbeschränkt, jedes Vereinsmitglied kann teilnehmen, und die Gruppe B kann von jedem mit einer DWZ kleiner 1700 gespielt werden, wobei sich diese Spieler zwischen A und B entscheiden müssen. Je nach Teilnehmerzahl wird ein Turnier nach Schweizer-System oder ein Rundenturnier, ggfs. mit Hin- und Rückrunde, gespielt.

 

Vereinsmeister 2022 Gr. B: Robin Ulrich

Bereits nach der Hinrunde deutete sich der Sieg von Robin Ulrich ab, der alle seine drei Partien gewinnen konnte, während sich seine beiden Verfolger Daniel Straetling und Joachim Wisnewski im direkten Duell nach sehr wechselhaftem Verlauf remis trennten. Die gleichen Ergebnisse gab es auch in der Rückrunde, womit Robin verdientermaßen das Turnier überlegen gewann und sich zurecht Vereinsmeister 2022 Gr. B nennen darf. Leider konnte Bernd Schüler aus gesundheitlichen Gründen das Turnier nicht zu Ende spielen und somit nicht noch einen Punkt ergattern.

VM 2022 Gr. B: Tabelle und Ergebnisse

 

Vereinsmeister 2022: Marcel Quast

Im DWZ-unbegrenzten Turnier zeigte sich am Ende ein ähnliches Bild wie in der Gruppe B. Auch ich konnte alle meine Partien gewinnen und mich mit großem Vorsprung auf Volker Brüggestraß und Bernd Gottmann durchsetzen, sodass ich mich nun Vereinmeister 2022 nennen darf. Während beide direkten Duelle zwischen ihnen remis endeten und daher der direkte Vergleich die Platzierung nicht bestimmen kann, muss die Sonneborn-Berger-Zahl herangezogen werden, wonach Volker mit 19,00 gegenüber Bernd mit 18,50 die bessere Wertung aufweist. Auf den weiteren Plätzen mit etwas Abstand landeten Ulrich Meise und Jürgen Boost, der am Freitag im direkten Duell endlich seinen ersten Sieg erzielen konnte. Klaus Löffelbein gelang es nicht, seine gute Form aus der Vorsaison in die Vereinsmeisterschaft zu übertragen und er musste sich ebenso mit einer einzigen Gewinnpartie begnügen.

VM 2022 Gr. A: Tabelle und Ergebnisse

Zweite verliert in Welper

Br. Rangnr. SV Welper 3 DWZ Rangnr. SC Gerthe – Werne 2 DWZ 5:3
1   Krummsdorf, Sven 1728   Berens, Thomas 1854 +:-
2   Kleff, Tim 1683   Steinke, Matthias 1785 0:1
3   Krummsdorf, Jörg 1777   Berghaus, Matthias 1764 1:0
4   Striebeck, Roman 1641   Säglitz, Patrick 1702 ½:½
5   Schaller, Sigrid 1504   Wüllner, Robin 1525 0:1
6   Gepting, Richard 1329   Straetling, Daniel 1500 +:-
7   Aufermann, Kevin 1246   Biermann, Jannik 1488 1:0
8   Isenberg, Gerd 1438   Gawlick, Matthias 1606 ½:½

Bericht von Robin Wüllner

Mit 5:3 mussten wir uns in Hattingen geschlagen geben, aber mit wieder mal zwei kampflos verlorenen Partien ist das auch irgendwie erwartbar gewesen.

Patrick spielte mit Schwarz eine sehr solide Eröffnung und ließ seinen Gegner am Damenflügel auf Granit beißen. Als dann alle Leichtfiguren getauscht wurden, versuchten beide Kontrahenten ihre Türme gut zu positionieren, aber es gab nicht wirklich Chancen und so einigte man sich auf ein Remis. Matthias Berghaus spielte eine Englische Eröffnung, sein Gegner wollte schnell eine Figur gewinnen und gab dafür drei Bauern her. Matthias konnte dann auf der g-Linie einen vierten Bauern gewinnen, nach ein paar Manöverzügen wollte er eine Figur angreifen, aber übersah eine Springergabel und leider war sein Bauer gefesselt, sodass er einen ganzen Turm verlor. Er spielte noch ein wenig weiter und gab dann einen Zug vor Schachmatt auf. Von Janniks Partie habe ich wenig mitbekommen, bei einer ausgeglichenen Stellung kam wohl die Überlegung auf, die Partie Remis zu geben. Jannik entschied sich aber mannschaftsdienlich weiterzuspielen, machte dann aber zum Endspiel hin kleinere Fehler. Dass seine Doppelbauern auf der b-Linie zwar weit vorrücken konnten, aber keine wirkliche Bedrohung darstellten und die gegnerischen Bauern deutlich gefährlicher positioniert waren, zwang Jannik zur Aufgabe.

Matthias Gawlick, der kurzfristig aushelfen konnte, spielte Jugoslawisch, bei unterschiedlichen Rochaden war sein Gegner schneller mit dem Königsangriff und konnte eindringen, ließ sich aber auf Abtäusche ein, sodass am Ende (Welper hatte schon viereinhalb) ein Remisangebot kam, das Matthias bei identischer Materialverteilung und etwas weniger Raum annahm. Matthias Steinke hatte Nimzo-Indisch auf dem Brett in einer ihm unbekannten Variante. Nachdem sein Gegner kurz rochierte und g3 spielte mit Tempoverlust, hatte Matthias einen großen Vorteil und Angriffsmöglichkeiten am Königsflügel mit seinen Türmen. Auch ein nach eigener Aussage unnötiger Figurenverlust konnte nichts daran ändern, dass Matthias die Partie gewann. Ich selbst spielte gegen ein Caro-Kann, mir gelang es früh den gegnerischen Königsflügel lahmzulegen und entwicklungstechnisch deutlich voraus zu sein. Dennoch versuchte meine Gegnerin das Zentrum zu attackieren und weil ich ein Zwischenschach übersah, konnte ich nur einen Bauern anstelle von zweien gewinnen. Im Endspiel mit Turm und Läufer gegen Turm und Springer hatte ich noch lange zu knabbern, ehe meine Gegnerin kapitulierte.

Für uns geht es nach der Feiertagspause dann am 22.01. weiter gegen SV Bochum-Linden 2, mit einem Blick auf die Tabelle sollte zumindest ein Punkt geholt werden, um Luft auf den Abstiegsplatz zu bekommen.

Ankündigung Weihnachtsturnier

Am Freitag, den 16. Dezember, findet unser traditionelles Weihnachts-Schnellschach-Turnier in der Schach960-Variante statt. Es werden fünf Runden mit einer Bedenkzeit von 15 Minuten plus 5 Sekunden pro Zug gespielt. Wie immer wird jeder Teilnehmer mit weihnachtlichen Köstlichkeiten beschenkt. Beginn ist um 19:30 Uhr.