Erste Mannschaft mit drittem 5:3-Erfolg

 

SF Kirchhellen

1945 3.0 : 5.0 SC Gerthe – Werne 1979
1
2014
0 – 1
2203
2
2014
0.5 – 0.5
2039
3
2015
0 – 1
1989
4
1985
0.5 – 0.5
1993
5
1932
0.5 – 0.5
1907
6
1913
1 – 0
1925
7
1847
0 – 1
1888
8
1836
0.5 – 0.5
1888

Bericht von Marcel Quast

Letzten Sonntag waren wir zum Nachholspiel der ersten Runde in Kirchhellen zu Gast. Uns beiden war eine Verlegung entgegen gekommen, da wir jeweils nur mit drei bzw. vier Stammspielern hätten spielen können und direkt neben dem Spiellokal ein Schützenfest stattgefunden hätte. Wie sich zeigte, konnten beide Teams auch am neuen Termin nicht in regulärer Besetzung antreten.

Bereits nach sehr kurzer Zeit war Bernd fertig, denn die Akteure am zweiten Brett einigten sich schnell auf ein Remis. Eine knappe Stunde später wollten auch Volker und sein Gegner keine Risiken eingehen und verständigten sich auf eine Punkteteilung. Kurz darauf endete auch schon die nächste Partie mit einem Unentschieden, jedoch nicht ganz so übereinkommend. Yannis kam nicht gut aus der Eröffnung und hatte die passivere, anfälligere Stellung. Folgerichtig lehnte der Kirchhellener ein Remisangebot auch ab. Später wurde aber das Remis durch eine Stellungswiederholung erreicht, es fehlte ein klarer Plan um Fortschritte zu erzielen. Uli spielte gegen eine ungewöhnliche Bauernstruktur und einen schwachen König. Die Gegenangriffsversuche des Bottropers schlugen nicht durch und nach einem Fehler konnte Uli durch eine kleine Kombination direkt in eine Gewinnstellung abwickeln. Mit Damenschachs drängte er den gegnerischen König auf die offene g-Linie, auf der er die Dame mit seinem Turm fesselte. Eine Gegenfesselung wurde durch einen Springerrückzug durchbrochen und die Dame wurde dadurch schließlich gewonnen. Mit ihr dann auch die ganze Partie.

Felix spielte auf Königsangriff, er rückte mit seinen Bauern vor und brachte Läufer, Dame und Turm in Stellung. Sein Gegner versuchte ein wenig mit seiner Dame auf dem anderen Flügel zu stören. Das Ende habe ich nicht mitbekommen, möglicherweise schlug der Angriff durch, ingesamt baute sich der Kirchhellener recht passiv auf, da kam die Aktivität mit seiner Dame etwas zu spät. Ich konnte den Punkt zum vorzeitigen Mannschaftssieg erzielen. Dank eines Gambits kam ich zu aktiverem Figurenspiel und gewann schließlich im Mittelspiel einen Bauern. In der Folge hätte ich weiter auf Aktivität mit meinem Turm und Unterstützung durch meine Leichtfiguren setzen sollen, allerdings entschied ich mich in ein Endspiel abzuwickeln. Nach einem gegnerischen Fehler war dieses aber gewonnen und der volle Punkt unter Dach und Fach. Matthias ließ sich in der Eröffnung seine g- und h-Bauern schlagen, um im Zentrum zu kontern. In der Folge spielte er aber ungenau weiter und blieb mit einem Minusbauern ohne echte Kompensation zurück. Als er dann noch eine Abwicklung mit Qualitätsverlust übersah, war die Partie praktisch verloren, doch er kämpfte weiter um den halben Punkt. Leider vergeblich. Um einen Freibauern aufzuhalten opferte der Bottroper die Qualität zurück, verblieb aber selbst mit zu vielen starken verbundenen Bauern, die den Sieg sicherstellten. Bei Ahmad versuchte der Gegner am Damenflügel seine Bauern nach vorne zu schicken, um dort Schwächen zu provozieren. Durch einen feinen taktischen Schlag gewann Ahmad allerdings einen für diesen Plan sehr wichtigen Bauern und erreichte so eine sehr vorteilhafte Stellung, in der er auch noch einen Angriff starten konnte. In der Folge fand er allerdings nicht immer den besten Zug und der Vorteil verflüchtigte sich langsam. Zunächst versuchte Ahmad ein Endspiel mit einer Qualität mehr, später ein ungleichfarbiges Läuferendspiel zu gewinnen, jedoch ohne Erfolg und der Endstand von 5:3 war perfekt.

Wieder einmal ein 5:3. Es war unser drittes Spiel mit einem 5:3-Sieg in Folge. Gerne kann es am 15.11. im Heimspiel gegen Mülheim-Nord 5 so weitergehen.

Zweite erzittert Unentschieden

 

SC Gerthe-Werne 2

1730 3.0 : 3.0 SV Wattenscheid 4 1727
1
1814
0.5 – 0.5
1916
2
1843
0 – 1
1788
3
1787
1 – 0
1748
4
1746
1 – 0
1603
5
1635
0 – 1
1578
6
1557
0.5 – 0.5
 

Bericht von Robin Wüllner

Nachdem bei unserem Vereinsheim mal wieder die Heizung ausgefallen war, konnten wir unseren Mannschaftskampf zum Glück noch nach Wattenscheid verlegen. Hier ist dann auch ein Dankeschön angebracht, dass das so kurzfristig geklappt hat. Beide Mannschaften waren vollzählig und es entwickelte sich ein sehr spannender Mannschaftskampf mit einigen Wendungen. Ein spannendes Detail, dreimal Robin mit Schwarz und drei unterschiedliche Ergebnisse.

Die ersten beiden Partien, an Brett eins und sechs, waren die „langweiligsten“ und endeten jeweils remis. Ich musste nach einer recht homogen geführten Eröffnung (Englisch gegen Alt-Indisch) in einer geschlossenen Stellung einsehen, dass jeder Bauernhebel meinerseits sehr risikobehaftet wäre, und mit weniger Zeit nahm ich dann das gegnerische Remisangebot an. Joachim hatte etwas mehr Chancen und konnte im Mittelspiel gegen ein Caro-Kann gut sein Zentrum verstärken. Dann allerdings tauschte er seinen besten Bauern ab, sowie einen Turm, das stellte das Gleichgewicht wieder her, auch hier war das Remis durchaus berechtigt. Als Dritter war Daniel fertig, und seine Partie zeigte, dass man auch bei einem vermeintlichen Patzer noch nicht den Kopf in den Sand stecken sollte und auch ruhig mal etwas über die Stellung grübeln kann/darf. Zunächst konnte Daniel im Mittelspiel über einen Abzug einen Bauern gewinnen, war dann mit seinem Angriff etwas übereifrig und verlor durch einen Spieß eine Qualität. Dennoch hätte er durch ein Desperado-Opfer eine immer noch merklich bessere Stellung gehabt. Sein Gegner machte nun mit Bauern Druck am Damenflügel und ließ Daniels Pläne völlig außer Acht. In der Analyse ärgerte sich Daniel noch über zwei verschwendete Tempi, aber das änderte nicht wirklich etwas. So konnte er die gegnerische Dame in der Mitte des Brettes plötzlich zwischen seinen Bauern vermeintlich einsperren. Hier hätte sein Gegner die Fesselung sehen müssen und seine Dame retten können, er gab aber voreilig auf.

Robin S. spielte gegen ein Réti-System und hatte früh in der Eröffnung Kontrolle über die schwarzen Felder. Leider verlor er einen Zentrumsbauern und konnte so den Druck nicht aufrechterhalten. Über eine schöne Kombination konnte er einen Bauern am Königsflügel zurückgewinnen. Wenig später kostete das aber einen Damentausch, der für Robin nicht ganz so angenehm war. Das anschließende Endspiel war sehr komplex mit Springer und Turm gegen Turm und Läufer. Robin S. befolgte die Grundregel, seine Bauernmajorität zu nutzen, aber sein Gegner fand den passenden Durchbruch zuerst und hatte einen unaufhaltbaren Freibauern am Damenflügel. Matthias befand sich in seiner Englisch-Variante im Mittelspiel in einer geschlossenen Stellung und gab dann eine Figur für zwei Bauern ab. Sein Gegner fand die passenden Antworten schnell und somit war sein Angriff mit der Dame schnell verpufft. Matthias kämpfte daraufhin stark weiter, eine Remis-Chance mit einem Bauernopfer hätte sich für ihn zwar ergeben, aber solche Züge findet auch nur der Computer, die Stellung erforderte sehr viele Finessen mit stillen Zügen. Sein Gegner spielte danach zumindest geradlinig zum Sieg und somit stand es 2:3 gegen uns. Robin U. hatte nach seinem Skandinavisch das Läuferpaar gegen sich, konnte aber dann schnell zumindest einen Läufer für seinen eigenen tauschen. Sein Gegner drang auf den Damentausch, wobei er damit einen schwachen Bauern von Robin gegen einen seiner stärkeren Bauern tauschte. Dennoch war die Stellung sehr remisig, da nun der Läufer stärker als der Springer war. Robin U. spielte aber weiter nach vorne und sein Gegner verschenkte ein Tempo und wurde mit seinem König zu passiv, sodass es einen Durchbruch für Robin gab. Sein Freibauer wäre zwar noch keine Dame geworden, aber eine so große Bedrohung, dass sein Gegner alle anderen Bauern verloren hätte, beim Versuch ihn zu stoppen. Deswegen gab er auf und wir konnten noch das 3:3 retten.

Somit sind wir nach der zweiten Runde sehr gut dabei auf dem dritten Platz, wobei die ersten beiden jeweils 4 Mannschaftspunkte haben und deutlich mehr Brettpunkte als wir. Für uns geht es erstmal am 15.11. nach Günnigfeld gegen das Tabellenmittelfeld. Die großen Brocken warten erst im neuen Jahr auf uns.

Kein Vereinsabend am 23.10.

Aufgrund defekter Heizung fällt unser Vereinsabend diesen Freitag (23.10.) aus. Es ist aktuell nicht gewiss, dass die Heizung bis Freitag wieder läuft und der Saal entsprechend aufgewärmt ist.

Erste Mannschaft gewinnt auch zweites Spiel

SV Bönen 2

1864 3.0 : 5.0 SC Gerthe – Werne 1975
1
1906
0 – 1
2203
2
1903
0.5 – 0.5
2039
3
1955
-/+
1989
4
1867
0 – 1
1993
5
1739
1 – 0
1907
6
1857
1 – 0
1888
7
1822
0 – 1
1895
8
1864
0.5 – 0.5
1888

Bericht von Marcel Quast

In der dritten Runde, unserer zweiten, konnten wir heute wie in der Runde zuvor einen 5:3-Sieg einfahren. Hilfreich dabei war sicherlich, dass zwei unserer Gegner kurzfristig absagen mussten und nur ein Ersatz gefunden werden konnte. Somit gewann Felix kampflos. Es folgten zwei recht schnelle Nierderlagen, unsere einzigen beiden an diesem Tage. Yannis stellte in der Eröffnung aufgrund einer Fesselung eine Figur ein und gab sofort auf. Auch Uli verlor eine Figur durch eine kleine Taktik mit einer Springergabel. Danach lief es für uns besser. Klaus hatte eine Angriffsstellung mit halboffener h-Linie und die Dame seines Gegners stand zudem auf a2 etwas im Abseits. In der Folge konnte Klaus den Angriff erfolgreich vortragen, brauchte dafür aber seinen Turm auf h1 gar nicht, ließ ihn sich sogar schlagen, kam dafür aber gewinnbringend mit seiner Dame in die gegnerische Königsstellung. Bernds Gegner deutete mit h4 und späterer heterogener Rochade einen Königsangriff an, spielte dann aber eher im Zentrum, bevor er dann die Punkteteilung anbot. Aufgrund der anderen gut aussehenden Partien und wohl auch leicht schlechterer eigenen Stellung nahm Bernd das Angebot schließlich an.

Ich konnte mir früh einen Zeitvorteil von mehr als einer halben Stunde erspielen. Im Glauben eine gute Abwicklung gefunden zu haben, gab ich mein Läuferpaar, um dann festzustellen, dass ich nicht alle Möglichkeiten gesehen hatte. Bevor ich also die Abwicklung weiterspielte, wich ich ab, was einen Läufer- und Damentausch zur Folge hatte. Im weiteren Verlauf konnte ich durch meinen aktiven Turm und einen recht starken Springer Fortschritte machen. Mit wenig Zeit fand der Bönener wohl nicht immer die besten Züge und geriet in eine Verluststellung. Am Ende lief mein a-Bauer unterstützt durch meinen Springer, der den Läufer meines Gegners dominierte, Richtung Dame und ich durfte meinen Sieg notieren. Ahmad hatte eine recht geschlossene Stellung auf dem Brett, in der er über die leicht schlechtere Bauernstruktur verfügte. In der Folge war wohl nicht mehr viel los, das Ende habe ich nicht mitbekommen, aber die Partie endete schließlich etwa zeitgleich mit meiner mit der Punkteteilung. Wir führten somit 4:3 und Volker stand sehr gut. Seinen Turm aktivierte er auf Kosten eines Bauerns. Dieser war aber wohl vergiftet, denn die Aktivität führte zu einer Fesselung, die am Ende zu mindestens zwei Mehrbauern führen würde, womit sein Gegner in Zugzwang aufgab.

Unseren 5:3-Erfolg von vor zwei Wochen konnten wir heute also bestätigen. Wiederum in zwei Wochen geht es mit unserem Nachholspiel der 1. Runde in Kirchhellen weiter.

100 Jahre Schachbezirk Bochum

Tabellen des Schnellschachturniers auf chess-results:
  • Gruppe A (mit Marcel Quast und Bernd Gottmann)
  • Gruppe B (mit Ulrich Meise und Robin Wüllner)
  • Gruppe C (mit Robin Schulz und Wolfgang Schulz)

Bericht von Robin Wüllner

Zum Jubiläum des Bochumer Schachbezirkes fand am 3.10. ein fünfrundiges Schnellschachturnier in Höntrop statt. Mit sechs Vertretern von unserem Verein, je zwei pro Ratinggruppe à 24 Spielern, waren wir gut verteilt angetreten.

In der Gruppe A spielten Marcel und Bernd mit und erreichten 3 und 2 Punkte. Bernd fand seine Leistung sehr ordentlich, hatte bis auf in der letzten Runde immer das Gefühl zumindest mithalten zu können. Marcel war nicht so glücklich, jede seiner Partien gewann der Spieler mit dem Anzugsvorteil.

Bei mir in der Gruppe B war das eher anders, ich konnte beide Partien mit Schwarz für mich entscheiden, mit Weiß gegen unseren ehemaligen Vereinskollegen Matthias Gawlick patzte ich in der Eröffnung böse, spielte gegen Uli "nur" Remis (da eigentlich gewonnenes Endspiel) und konnte dann in der letzten Runde die Bilanz mit einem Sieg zumindest ausgleichen. Auch Uli landete am Ende bei 3,5 Punkten, so richtig zufrieden mit seiner Leistung war er nur mit der zweiten Partie, womöglich Meckern auf hohem Niveau.

In der Gruppe C erwischte Wolfgang einen rabenschwarzen Tag und ging punktetechnisch leider leer aus. Robin S. war auch nicht ganz glücklich mit seinen zwei Punkten, denn er fand, dass er in den Partien, die er verlor, eigentlich gut unterwegs war, und hätte zumindest zweimal gewinnen sollen. Auch die erste Partie, die er wohl nicht so gut begann (mit einem Damengeschenk an den Gegner) konnte er unglaublicherweise noch gewinnen.

So ging unser Verein bei der Siegerehrung leider leer aus, dennoch waren wir ziemlich zufrieden mit dem Tag und am Ende gab es noch ein nettes Beisammensitzen mit Buffet. Zum Abschluss bleibt also nur noch ein Dank an die Organisatoren, Spielleiter, die Vorsitzenden und Geschäftsführung des Bezirkes und alle anderen Ehrenamtlichen, ohne die unser Schachbetrieb so wohl nicht möglich wäre.

Erste Mannschaft siegt zum verspäteten Auftakt

SC Gerthe – Werne

1961 5.0 : 3.0 Schwarze Dame Osterfeld 1915
1
2203
0.5 – 0.5
2031
2
1989
0.5 – 0.5
2027
3
1993
0.5 – 0.5
1983
4
1907
0.5 – 0.5
1924
5
1925
0.5 – 0.5
1856
6
1888
1 – 0
1750
7
1895
0.5 – 0.5
1838
8
1888
1 – 0
1911

Bericht von Marcel Quast

Letzte Woche Sonntag hatten wir nach unserem Abstieg aus der Verbandsliga unseren verspäteten Saisonstart in die Verbandsklasse. Verspätet, da unsere erste Runde auf den 25.10. verlegt wurde, was gleichzeitig bedeutet, dass wir innerhalb von vier Wochen drei Mannschaftskämpfe bestreiten werden.

Im Heimspiel gegen Osterfeld gelang uns ein am Ende ungefährdeter Sieg, bei dem die vorderen vier Bretter zuerst fertig waren, während die hinteren Bretter noch um Punkte kämpften. Diese wurde vor einer Woche recht häufig geteilt. Den Anfang machte Felix, der recht früh – genau wie sein Gegenüber –  einer Zugwiederholung nicht ausweichen wollte. Danach remisierte Volker. Im Glauben einen der verdoppelten Bauern gewinnen zu können, übersah er einen Gegnzug, der dem Oberhausener direkt ein gutes Spiel samt Läuferpaar einbrachte. Etwas überraschend wickelte dieser direkt im Anschluss in ein absolut remisträchtiges Endspiel ab, vielleicht hatte er in der Variante etwas übersehen. Danach remisierte auch Yannis. Sein Gegner spielte bei heterogenen Rochaden auf Angriff und opferte dafür auch eine Qualität. Ich habe die Schlussstellung, in der der Oberhausener Remis angeboten hatte, nicht gesehen, entweder war er von seinem Angriff nicht mehr überzeugt oder es war einfach nicht mehr als die Punkteteilung drin. Yannis nahm das Angebot jedenfalls an. Ich hatte zunächst das Remisangebot meines Gegners abgelehnt, da ich mich recht wohl fühlte und mich etwas im Vorteil wähnte. In der Folge hätte ich einen guten Angriff auf Kosten einer etwas offenen Königsstellung starten können. Aufgrund der Gesamtsituation (zwei bessere Stellungen, davon eine klar, und nur eine leicht schlechtere) und dem Scheuen des Risikos gab ich mich mit einer Zugwiederholung zufrieden.

Bei Matthias dachte ich, als ich zwischendurch auf sein Brett schaute, dass er etwas schlechter stehen würde. Hinterher sagte er, dass zu einem anderen Zeitpunkt vielleicht auch mehr für ihn selbst drin gewesen wäre, am Ende endete die Partie aber mit einem Remis, zu dem ich leider nicht viel sagen kann. Den ersten vollen Punkt steuerte Ulrich bei. Er erreichte im Mittelspiel einen Raumvorteil und Königsangriff bei sogar leichtem Materialvorteil. Sein eigener offener König schien nicht gefährdet. Schließlich setzte Uli sich im Angriff durch und brachte uns auf die Siegerstraße. Ahmad hatte eine komplizierte Stellung, in der er mit seinen Königsbauern vorrückte und auch gleichzeitig den etwas beengten gegnerischen König attackierte. Ich habe nicht gesehen, warum es zu dieser Abwicklung kam, aber auf einmal hatte Ahmad eine Dame für einen Turm. Das einzige Problem, wobei man dies eigentlich gar nicht so nennen dürfte, war sein offener König mit leichter Gefährdung drohender Fesselungen. Ahmad konnte aber alle Möglichkeiten zu eben jenen umgehen und brachte die Partie sicher nach Hause. Die mit Abstand längste Partie spielte Klaus, wobei unser Mannschaftssieg schon sicher war. Daher konnte er beruhigt seine schlechtere Stellung versuchen zu verteidigen ohne den Druck zu verspüren, unbedingt erfolgreich sein zu müssen. Im Mittelspiel mit jeweils zwei Türmen und einem Springer versuchte der Oberhausener Druck zu machen und Klaus' Schwächen auszunutzen. Ihm gelang es auch eine Qualität zu gewinnen, jedoch für am Ende etwas viele Bauern. Möglicherweise hätte es eine bessere Abwicklung gegeben. In der Folge konnte Klaus so gut wie sämtliches Spiel neutralisieren und wahrscheinlich sogar die bessere Stellung erhalten. Nach der langen, anstrengenden Partie und aufgrund des wechselhaften Verlaufs sowie dem sicheren Mannschaftssieg war er dann aber mit der Punkteteilung zufrieden und wollte nicht mehr selbst auf Gewinn spielen.

Weiter geht es bereits nächsten Sonntag mit einem Auswärtsspiel bei Bönen 2, die bereits zweimal aktiv waren und sowohl einen Sieg als auch eine Niederlage verbuchten.

Zweite holt Auftaktsieg in Zitterpartie

SC Gerthe-Werne 2

1714 3.5 : 2.5 SV Hattingen 2 1658
1
1814
1 – 0
1706
2
1843
1 – 0
1713
3
1787
+/-
1625
4
1635
0.5 – 0.5
1586
5
1557
0 – 1
 
6
1650
0 – 1
 

Bericht von Robin Wüllner

Eigentlich sind wir nominell der klare Favorit, aber in der letzten Saison waren wir punktgleich mit den Hattingern. Leider mussten diese ihr drittes Brett krankheitsbedingt freilassen und so hätte es ein entspannter Mannschaftskampf werden können, aber man kann auch den Gegner stark machen und so hatten wir alle unsere Patzer, die uns auch hätten die Partie kosten können / gekostet haben.

Matthias startete mit Englisch gegen ein Caro-Kann. Sein Gegner tauschte früh zwei Leichtfiguren, ehe Matthias den gegnerischen König attackierte. Hier übersah er einen doppelten Bauernverlust, da sein Gegner mit Schach genommen hätte und dann das Matt elegant verhindern konnte. Sein Gegner sah das allerdings auch nicht und verteidigte sich lieber, wobei er danach direkt den Gegenangriff wagte. Hier konnte aber Matthias einen Fehler ausnutzen und als Matt nicht mehr zu verhindern war, gab sein Gegner auf. Reinhard wählte einen recht passiven Aufbau über den d-Bauern, tauschte in der Eröffnung einen Läufer und hatte dann die Chance im Zentrum einen guten Vorteil zu bekommen. Diese nutzte er leider nicht und nun war seine Gegnerin an der Reihe im Zentrum Druck zu machen. Dabei verlor Reinhard eine Qualität, womöglich mit Absicht, um Gegenspiel zu bekommen. Das reichte allerdings nicht aus, und als auch noch die Bauern vor dem König verloren gingen, gab Reinhard auf. Ich hatte nicht meinen besten Tag und befand mich früh unter Druck nach einer Ungenauigkeit in der Eröffnung. Mein Gegner spielte allerdings sehr schnell und nutzte keinen meiner Fehler wirklich aus. So konnte ich dann einen Bauern gewinnen, nur um wenig später die Damen zu tauschen und nach einem passiven Zug eine Kombination einzustellen. Dann konnte ich mit meinem Turm aktiv werden, aber die Stellung bot dennoch viel Gegenspiel an und mein Gegner hätte sogar eine Mattkombination drohen können, die ich wahrscheinlich nicht gesehen hätte. Stattdessen stellte er einen Zug später seinen Turm ein und gab daraufhin auf.

Somit war zumindest ein Punkt sicher, aber Joachim und Robin hatten noch zu kämpfen. Joachim spielt sehr langsam und hatte nach 20 Zügen nur noch 10 Minuten auf der Uhr. In seiner französischen Verteidigung geriet er früh unter Druck und musste nach einem Bauern- und Kontrollverlust im Zentrum lang rochieren. Hier wiederum ließ sein Gegner kurzzeitig einen Springer stehen. Das bestrafte Joachim leider nicht und so ging seine Bauernstruktur weiter kaputt und er musste zurück nach e8 mit dem König fliehen. Sein Gegner konnte es sich nun sogar leisten einen Turm zu opfern, da er zwei starke Freibauern besaß und diese einfach laufen ließ. Hier hätte Joachim noch eine Leichtfigur zurückgeben können, um ein Remis anzustreben, aber in Zeitnot war das dann auch schwer zu sehen. Somit hing es an Robin S., der zwischenzeitlich schon das Remisangebot seines Gegners ablehnte, da er sicher war, sein Endspiel nicht verlieren zu können. Die Eröffnung war von beiden sehr ordentlich, aber im Mittelspiel hätte Robin über eine Kombination mindestens einen Bauern verlieren sollen. Sein Gegner sah das aber nicht und stellte wenig später selber eine Qualität ein. Hier hatte Robin drei Schlagmöglichkeiten und wählte unglücklicherweise die schlechteste und somit konnte sich sein Gegner noch in ein ausgeglichenes Endspiel retten. Hier hatten beide noch jeweils einmal die Chance eine positionell gewonnene Stellung zu bekommen, das war aber sehr viel Rechnerei und so ist dann die Punkteteilung auch gerecht.

Damit haben wir wiedermal zum Auftakt gewonnen und können zumindest mal an der Tabellenspitze schnuppern. Als Nächstes kommt dann Wattenscheid, deren Auftakt etwas missraten ist, aber die dürfen wir auch nicht unterschätzen.

Einladung zur Jahreshauptversammlung 2026

Datum/Uhrzeit: 03.07.2026, 19:30 Uhr
Ort: Kinder- und Jugendfreizeithaus „Woody“, Wodanstr. 18, 44805 Bochum

Liebe Schachfreunde,

am 03.07.2026 um 19:30 Uhr findet die ordentliche Jahreshauptversammlung (JHV) 2026 im „Woody“ in der Wodanstraße statt. 

Tagesordnung

  1. Begrüßung
  2. Genehmigung der Tagesordnung
  3. Genehmigung des Protokolls der Jahreshauptversammlung 2025
  4. Berichte des Vorstands
  5. Bericht der Kassenprüfer
  6. Aussprache über die Berichte
  7. Wahl des Versammlungsleiters
  8. Entlastung des Vorstands
  9. Neuwahl des Vorstands
  10. Neuwahl eines Kassenprüfers
  11. Behandlung von Anträgen
  12. Verschiedenes

Anträge müssen bis zum 26.06.2026 dem Vorstand vorliegen.

Um rege Teilnahme wird gebeten.

Mit schachlichen Grüßen

Der Vorstand